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Aufführungstermine:   20.03.   21.03.   23.03.   24.03.
jeweils 20:00 Uhr

 
Lieben und Sterben in Burgund
 
Uns ist in alten maeren / wunders vil geseit

    Die dürren Fakten aus dem Nibelungenlied sind zumindest umrisshaft Teil unseres Bildungsgutes und gehören zu unserem - nicht immer von Missbrauch unbelasteten - ‚germanischen' Bewusstsein:

    Siegfried, Königssohn aus Xanten am Rhein, gilt, nachdem er den vom Zwerg Alberich bewahrten Schatz der Nibelungen gefunden und im Blut des von ihm getöteten Drachen gebadet hat, als reicher und unbezwingbarer Recke.

Sein Weg führt ihn nach Worms, wo er um die schöne burgundische Königstochter Kriemhild wirbt. Deren Bruder, König Gunther, verspricht ihm die Hand seiner Schwester. Vorausgesetzt, dass Siegfried, verborgen unter einer Tarnkappe, seine sagenhaften Kräfte Gunther zur Verfügung stellt. Der braucht sie, um im Wettbewerb mit der viel gerühmten, Männer mordenden Brünhild auf Island zu dominieren.

Ein zweites Mal kommt die Tarnkappe zum Einsatz in der Hochzeitsnacht der beiden königlichen Paare, als es Gunther zunächst nicht gelingt, Brünhilds Stolz zu brechen. Auch hier bezwingt Siegfried Brünhild in Gunthers Auftrag und nimmt ihr zum Zeichen seines "Siegs" den Gürtel - magisches Symbol ihrer Stärke - ab. Unbedacht überlässt er ihn Kriemhild als Geschenk.

Aus weiblicher Eitelkeit setzt diese das unheilvolle Beweisstück für das schmachvolle männliche Komplott Jahre später ein, als sie im Streit damit ihren Vorrang gegenüber ihrer Schwägerin zu belegen versucht.

Hagen, Kriemhilds ehemaliger Vertrauter und mächtigster Vasall des Königs, sieht nur einen Ausweg aus dem schwelenden Konflikt. Er plant mittels einer List - Siegfried ist nur an der berühmten Lindenblatt-Stelle verwundbar! - dessen Ermordung.

Mit dem Vollzug dieses Plans endet der "Siegfried-Teil" des alten Nibelungen-Mythos um den Niedergang des Burgunderreichs.

Stoff genug für ein Drama, das sich mit der billigen Floskel von "sex, crime and action" zufrieden geben könnte. Weit mehr interessiert es uns aber, das Zusammen- und Ränkespiel zu beleuchten, über einige Akzentverschiebungen in seinen zentralen Figuren zu reflektieren und das auch heute noch Nachvollziehbare in ihrem Denken, Fühlen und Handeln dabei zu entdecken.

Denn zahllose Fragen tun sich beim vorbehaltlosen Lesen des alten Sagenstoffs auf:

Ist dieser Siegfried wirklich der strahlende Held, der tragische Gutmensch, der den bösen Intrigen seines neidischen und nachtragenden Umfelds zum Opfer fällt?

Inszeniert Hagen, landläufig die düsterste Figur in diesem Komplott, seine Rache aus purer Böswilligkeit? Aus Lust an der List? Oder gar aus Eifersucht um die Vorrangstellung in der Gunst Gunthers? Ignoriert er schlichtweg, welche Dienste der Recke aus Xanten dem Herrscher erwies?

Ist Kriemhild nur die lebenslustige "Zicke", die die ernste, archaisch anmutende Brünhild vorführen und ihr den Rang streitig machen will? Und stellt die sich nicht außerhalb jedes ethisch vertretbaren Rahmens mit den Auflagen für ihre Partnerwahl?

Und nicht zuletzt - wo in diesem Macht-/Ohnmachtgeflecht des wohlhabenden und saturierten Königreiches Burgund ist König Gunther anzusiedeln?

Eines ist jedenfalls offensichtlich - hier werden nicht vertrocknete, papierene Figuren verhandelt, sondern Menschen aus Fleisch und Blut, mit Stärken, aber vor allem auch deutlichen Schwächen, die sie zugänglich machen bei aller historischen Distanz. Und immer wieder entlockt uns ihre Entlarvung dabei ein Lächeln und wir fühlen uns ihnen ganz nah.

P.V.
 



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Es spielen:

Zwei Sängerinnen

 

Theresia Raum
Mara Westerath

K13
K12

 
 

Brünhild

 

Alena Fraaß

K13

 
 

Isolde

 

Sarah Samson
Lydia Böckelmann

K12
K13

 
 

drei Mädchen

 

Lena Danner
Hannah Weiß
Mara Göbel

K12
K12
9f

 
 

Bewerber Brünhilds

 

Hannah Trautmann

Q11

 
 

Gefolgsmann

 

Jorit Oberste-Schemmann

10e

 
 


Siegfried

 


Simon Reuter


K13

 
 

Kriemhild

 

Kyra Göbel
Brigitte Mittlemiss

K13
K13

 
 

Ute

 

Mareike Bojer
Kathrin Fröhlich

K13
K12

 
 

König Gunther

 

Sebastian Kögel

K13

 
 

Gernot

 

Mirjam Roth

K13

 
 

Giselher

 

Thomas Müller

Q11

 
 


Hagen

 


Felix Röser


K13

 
 

Ortwin von Metz

 

Johanna Frommert

K13

 
 

Hunold

 

Nina Renner

K12

 
 

Sindold

 

Sile Bojer

Q11

 
 


Bewerber Kriemhilds

 


Lena Danner
Kathrin Fröhlich
Mareike Bojer
Alena Fraaß
Kyra Göbel
Brigitte Middlemiss


K12
K12
K13
K13
K13
K13

 
 


Burgwache

 


Bella Köpke


Q11

 
 

Bote

 

Hannah Trautmann

Q11

 
 

Kriemhilds Sohn

 

Jorit Oberste-Schemmann

10e

 
 

Brünhilds Tochter

 

Mara Göbel
Nina Schultz

9f
9g

 
 
 

Es wirken mit:

Souffleusen

 

Hannah Weiß
Mara Göbel
Nina Schultz

K12 
9f 
9g

 
 

Licht und Ton

 

Max Huber
Max Grötsch
Christian Kugler
Daniel Töwe
Tobias Hermann

Q11 
Q11 
Q11
K13
K13 

 
 

Maske

 

Frau Ina Middlemiss
Alena Fraaß
Johanna Frommert
Brigitte Middlemiss
Kathrin Fröhlich
Nina Renner

 
K13
K13
K13
K12
K12

 
 

Kostüm

 

Mareike Bojer
Mirjam Roth
Bella Köpke
Hannah Trautmann

K13
K13
Q11
Q11

 
 

Requisite

 

Kyra Göbel
Theresia Raum
Sile Bojer
Thomas Müller

K13
K13
Q11
Q11

 
 

Bühnenbild

 

Kathrin Fröhlich
Lydia Böckelmann
Sarah Samson

K12
K13
K12

 
 

Plakatentwurf

 

Sebastian Kögel
Felix Röser

K13 
K13 

 
 

Konzentrationsübungen

 

Lena Danner
Theresia Raum

K12 
K13 

 
 

Musik

 

Simon Reuter

K13

 
 
 
 

techn. Leitung

 

Walter Flintsch  

   
 

Regie

 

Petra Vetter  

   

Außerdem danken wir herzlich:

Herrn Ulrich Bollmann, "Verlag der Bote", für den Druck der Plakate;
dem Fotokurs unter Herrn Dünn
den Hausmeistern, der Verwaltung, dem Kollegium und der Schulleitung
für Hilfe Verständnis und Unterstützung
und
den tatkräftigen Müttern für die ausgezeichnete und reichhaltige Verpflegung
während der Theaterprobentage in Grafenbuch!

 
  last update : 01.05.2018  
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