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Aufführungstermine:    05.04.,    06.04.,    08.04.2014    jeweils 20:00
 
   

 


Ken Campbell

 
Mr. Pilks Irrenhaus


 

…derart vollmundig kündigten 1863 Dr. med. Joh. Aug. Schilling und Wilh. Kaulbach ihr „rührendes Spiegelbild der Menschheit“ an.

Derart hoch setzt Mr. Pilk seinen Anspruch sicher nicht an, wenn er Einblick gibt in das menschliche Irrenhaus, wie es sich ihm tagtäglich darbietet. Und doch ist es kaum weniger aufschlussreich, was dieser satirische Spontan-Dramatiker, glühende irische Patriot kanadischer (!) Herkunft und begnadete Säufer so auf Servietten und Zigarettenschachteln in knappen Strichen entwirft. Geschichten um Schein und Sein, um Ursache und Wirkung, um Langeweile und Phantasie. Geschichten, derart alltäglich, dass wir sie zu kennen glauben – und doch immer mit dem spitzen Stift der Karikatur gezeichnet, so dass wir uns zuallererst darüber amüsieren dürfen.

Da wird einer einen Ohrwurm nicht los, ein anderer erkennt seinen Bierbauch als Ursache allen Übels. Touristen werden im Urlaub Opfer von Dieben, zwei Kleindarstellerinnen ohne Engagement warten auf die Rolle ihres Lebens. Eine Seniorin macht ihrer Tochter das Leben schwer, eine andere Frau versucht dem ihren aus enttäuschter Liebe ein Ende zu setzen. Die pubertierende Tochter nervt ihre putzsüchtige Mutter – oder ist es umgekehrt? Eine Männer-WG dagegen droht in ihrem eigenen Mief zu ersticken. Ein dringendes Bedürfnis mitten auf einem belebten Platz wird ebenso zum Problem wie eine unerwartete Suppeneinlage in einem zweifelhaften Lokal. Und schließlich kennt auch sie jeder, die Parkbank-Philosophen, die sich schon einzig durch ihre Anwesenheit gegenseitig Halt geben.

Kleine Szenen allesamt, zwischen derbem Humor und feinem Witz, Dramolette – Henry Pilk verwahrt sich energisch gegen den verflachenden Begriff „Sketche“ -, in denen wir uns wiedertreffen und dabei immer wieder froh sind, selbst „ganz normal“ zu sein.

Doch Achtung: Eine der Kernfragen Pilks lautet nicht umsonst: „Was ist schon Wirklichkeit in diesem Spiegelkabinett?“

Selbst darüber, wie wirklich er, Henry Pilk, ist, lässt er uns im Unklaren. Als vorgeblicher Verfasser all dieser kleinen szenischen Begebenheiten versteckt er sich hinter dem eigentlichen Heraus-geber/Autor Ken Campbell, dem er (nach dessen Angaben) „zwei Wagen-ladungen seiner Stücke“ zurückgelassen hat.

Ken Campbell (1941 – 2008) seinerseits wechselte gern die Seiten zwischen Theaterregisseur und Filmschauspieler, zwischen haarsträubender Komik (Ein Fisch namens Wanda) und satirischer Kult-Science Fiction (Per Anhalter durch die Galaxis) – all das mit jenem schelmischen Augenzwinkern, das uns auch letztlich bewogen hat, sein Pilk‘sches Irrenhaus als diesjährige Theaterproduktion auszuwählen.

 

 
  P.V.  
  
 
 
 
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Es spielen Die verschwindende Großmutter  
  Mann   René Kardós Q12
  Frau   Josefin Weinert 9a
  Polizist   Jakob Meisel Q12
  Der Ohrwurm  
  Ärztin   Rachel Hoepfner 10c
  Phelps   Jakob Albrecht 9a
  Spione  
  Erste   Antonia Lutz 10c
  Zweite   Romy Eichler 10c
  Der Schmetterling  
  Mann   Jakob Albrecht 9a
  Polizist   Josefin Weinert 9a
  Chef   Bianca Karsch 9d
  Eine Frau wirft sich weg  
  Pennerin   Sarah Christl Q12
  Frau   Romy Eichler 10c
  Sie ist wieder da  
  Mann   Jakob Meisel Q12
  Der Hammerzeh  
  Ärztin   Alena Oberste-Schemmann Q11
  Miss Maguire   Antonia Lutz 10c
  Mrs. Maguire   Lisa Zerna Q11
  Zu Hause  
  John   Bianca Karsch 9d
  Ken   Jessica Laschinger 10d
  Socke in der Suppe  
  Kellner   Alena Oberste-Schemmann Q11
  Weibl. Gast   Sarah Christl Q12
  Das Huhn  
  Mutter   Lisa Zerna Q11
  Charlie   Jessica Laschinger 10d
  Ärztin   Bianca Karsch 9d
  Wie lange geht was schon?  
  Erster   Jakob Meisel Q12
  Zweiter   René Kardós Q12
 

Mr. Pilk (in der Reihenfolge der Auftritte)
  Antonia,   Alena,   Jakob M.,   Lisa,   Jessica, René,   Sarah,   Josefin,   Jakob A.,   Romy
   
Vielen Dank an Jan Daumin (10e), der durch sein spontanes Einspringen ermöglicht hat, dass verschiedene Szenen trotz der Erkrankung von Darstellern gespielt werden konnten.
 
 
Es wirken mit
  Souffleur/-se Jan Daumin
Denise Langer
10e
10d
  Licht und Ton Leon Schuster
Mark Brieger
Tobias Brieger
Felix Rösner
Maximilian Greger
Q11
Q11
Q11
8c
8c
  Plakatentwurf Lisa Zerna
Olga Reichold
Q11
 
  Maske Johanna Oheimer
Jessica Laschinger
Q11
10d 
  Kostüm Jakob Meisel
Alena Oberste-Schemmann
Q12
Q11
  Requisite Sarah Christl
Bianca Karsch
Q12
9d 
  Konzentration Alena Oberste-Schemmann
René Kardós
Q11
Q12
  Musik Wolfgang Völkl Q21
  techn.Leitung   Walter Flintsch, StD i.R.  
  Regie   Petra Vetter, StDin    

Wir danken herzlich: 
Herrn Steffen Bollmann, Verlag "Der Bote", für den kostenlosen Druck der Plakate;
Felix Röser für die Fotos;
den Hausmeistern, der Verwaltung, dem Kollegium und der Schulleitung
für Hilfe, Verständnis und Unterstützung.

 

 
 
  last update : 01.05.2018  
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